Filmfieber in Georgetown

Ja, kreiiiiisch, George Clooney ist in der Stadt! Mit einem Wettbewerbsfilm im Gepäck hat er sich aufgemacht, die Hauptstadt zu erobern. Und während hartgesottene Fans vor seinem Hotel campieren tummeln sich alle anderen in den vielen Kinosälen der 64. Berlinale und genießen gute Filme aus aller Welt. Einige Perlen haben meine Kollegen von Berliner-Filmfestivals.de und ich schon mal vorab empfohlen. Außerdem habe ich mich mal wieder auf die Sektion Generation gestürzt und mich munter durchs Programm geguckt. Dem beschwingten 14Plus-Eröffnungsfilm "God Help The Girl" von Belle & Sebastian-Sänger Stuart Murdoch und dem bewegenden Familiendrama "52 Tuesdays" um ein 16-jähriges Mädchen, dessen Mutter sich für ein Leben als Mann entscheidet, habe ich ausführliche Kritiken gewidmet. Ebenso dem Thriller "Die zwei Gesichter des Januars" von Hossein Amini, der mit Viggo Mortensen, Kirsten Dunst und Oscar Isaac fabelhaft besetzt ist. Attraktiv besetzt kam auch "Die Schöne und das Biest" daher - mit Shooting-Star Léa Seydoux und Vincent Cassel in den Hauptrollen. Leider enttäuschte die französische Märchen-Neuverfilmung von Regisseur Christophe Gans dann ziemlich. Dafür war mein letzter Berlinale-Film in diesem Jahr ein echter Höhepunkt und das sahen auch andere so: Die Doku-Fiction "Der Kreis" räumte mit dem Teddy Award und dem Panorama-Publikumspreis für die beste Dokumentation gleich doppelt ab. Glückwunsch an Regisseur Stefan Haupt, die grandiosen Darsteller Sven Schelker und Matthias Hungerbühler, vor allem aber an das bekannteste Schwulenpärchen Röbi Rapp und Ernst Ostertag, denen dieser Film ein fantastisches Denkmal setzt.